Klimabodenplatten
8. Juni 2011
Das Fundament, oder speziell bei Fertighäusern auch die Bodenplatte, gehört zu den ersten und wichtigsten Schritten beim Hausbau. Heutzutage erfüllt das Fundament idealerweise eine Vielzahl von Funktionen und soll dem Baukörper mehr als “nur“ die bloße Stabilität für mehrere Jahrzehnte verleihen. Mit einer Klimabodenplatte werden nicht nur mehrere Aufgaben eines Fundaments kombiniert, sie führt für den Bauherrn auch zu einer deutlichen Kosten- und Zeitersparnis beim Hausbau. Nicht zu vergessen sind dabei die niedrigeren Folgekosten und der reduzierte Energieaufwand bei der späteren Heizung des Hauses.
Klimabodenplatten können problemlos auch beim Bau von Holzhäusern Verwendung finden, ja sie bieten sich beim umweltbewussten Hausbau geradezu an. Moderne Klimabodenplatten kombinieren die Aufgaben von Fundament, Dämmung, Fußbodenheizung und Estrich in nur einem Bauelement. Bei der Dämmung schützt die Klimabodenplatte das Haus vor allem gegen die von unten angreifende Kälte, was bei konventionellen Fundamenten aus Stahlbeton nur in unzureichender Weise erreicht werden kann und durch einen höheren Energie- und Kostenaufwand bei der Heizung ausgeglichen werden muss. Erreicht wird diese verbesserte Dämmung durch das Aufbringen einer Schicht aus speziellem Kunststoffschaum zwischen dem Kiesbett und der eigentlichen Bodenplatte, die diese nach unten und zu den Seiten hin vor eindringender Kälte schützt. Nach dem Verlegen aller Leitungen und Anschlüsse, die später für Wasser, Telefon, Strom und die Fußbodenheizung benötigt werden, wird die Klimabodenplatte mit Beton ausgegossen. Beim späteren Innenausbau des Holzhauses kann der gewünschte Fußbodenbelag direkt auf der Klimabodenplatte aufgebracht werden.
Klimabodenplatten sorgen bereits durch die verkürzte Bauzeit und den deutlich niedrigeren Anschaffungspreis für die ersten Kostensenkungen beim Hausbau, verfügen darüber hinaus aber noch über weiteres Sparpotenzial. Bei der späteren Nutzung der Fußbodenheizung lassen sich mit einer installierten Klimabodenplatte rund ein Drittel der bei konventionellen Fundamenten aus Stahlbeton üblichen Heizkosten einsparen, was sich insbesondere bei strengen Wintern positiv im Geldbeutel bemerkbar macht. Weitere Vorteile der Klimabodenplatte sind in der Optik zu sehen. In der Regel kann dadurch vollständig auf die Installation von Heizkörpern im Hausinneren verzichtet werden, was dem Bauherrn deutlich mehr Freiraum bei der Gestaltung des Innenausbaus seiner vier Wände einräumt.
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